Gödel - Sailing

              Ausbildung - Segeln - Motorboot

 Segeltörn - Berichte

 Einige Törns werde ich hier ab und zu veröffentlichen und auch meine Kritiken, positiv wie negativ, bezüglich der Vercharterer mit einfließen lassen.

Solltet Ihr ebenfalls einen interessanten Törn ( mit Motorboot oder Segelyacht) unternommen haben und vielleicht ist Euch ein gutes Restaurant aufgefallen, habt mit dem Wetter Pech gehabt, oder mit einem versieften Charterboot Euch rumgeärgert usw. dann sendet mir Eueren Bericht und ich stelle diesen in meine Homepage.

 

 

 

Frühjahr 2016


Skippertraining     -      Dreiländer - Törn


In Kärnten  noch 2 Tage vorher großes Schneechaos, beginnt der Segeltörn bei durchwachsenen Wetter das Skippertraining in der Marina - Aquileia bei Grado in Italien.


Bei Hochwasser auslaufend die Lagune nach Grado, erreichen wir die Dalbenstrasse in die nördliche Adria. Bei schönstem Raumschotkurs geht es in einem Schlag nach Piran in Slowenien. Die Gastflagge rechtzeitig gesetzt unter  der Steuerbordsaling, wird der Stadthafen von Piran angelaufen.

Piran / Slowenien










Am nächsten Tag segeln wir rund um das Kap Savudrija, wo Kroatien beginnt, an Umag vorbei, zum einklarieren in NOVIGRAD.  Gastflagge mit der Flagge Q darunter (bitten um freie Fahrt) war wiederum rechtzeitig, sobald kroatische Hoheitsgewässer erreicht wurden, gesetzt. Am Zollpier in NOVIGRAD war nur die Polizeistation besetzt, der Hafenkapitän macht um 15.00 Uhr Schluss. (das ist neu!)

 

 

 

 

Novigrad


Nach einigen anschließenden Hafenmanövern, an die Boje, röm.-kath. an die Pier, beschließen wir die Nacht in NOVIGRAD zu verbringen.


Die darauffolgenden Tage war gutes Segelwetter angesagt, wir liefen die Istrische Küste südwärts entlang, machten viele praxis bezogene Segelmanöver, darunter Mann-über -Bord mit Quick-Stopp und Münchner-Manöver die auch alleine oder mit kleiner Crew jederzeit zu fahren ist.

Sv.Andrija / Rovinj


In ROVINJ wurde das Hafenamt aufgesucht und die restlichen Formalitäten erledigt.



Aufgrund der schlechten Wettervorhersage , wir wollten nach VENEDIG, blieben wir noch einen Tag länger in Kroatien und segelten wieder nordwärts nach POREC.


In der schönen, kleinen MARINA - FUNTANA bei Porec wurde übernachtet. Am Mittwoch klarierten wir in POREC aus und liefen um 20.00 Uhr aus zu einer Nachtfahrt nach VENEDIG.

Die Wache war eingeteilt, der Kurs bestimmt, die relevanten Leuchtfeuer von VENEDIG notiert, die Rettungswesten bereit und das Schiff für die Nachtfahrt vorbereitet.


Da die 60 Seemeilen quer über die Adria durch VTG`S  (Verkehrs-Trennungs-Gebiet) führt, wurden die Positionslichter der gesichteten Schiffe genauestens beobachtet.


Um 23.00 Uhr auf einmal der Ruf "Willy, Willy" ein Schiff kommt direkt auf uns zu !!!

Es war ein Fischerboot ohne Positionslampen, den Autopilot eingeschaltet und die Mannschaft mit dem Skipper arbeitete an Deck mit hellsten Strahlern.  Die bemerkten uns gar nicht, fuhren in sehr kurzem Abstand am Bug vorbei. Ich änderte den Kurs sofort nach Steuerbord und gingen mit reichlich Abstand am Heck vorbei.


Der Wind frischte in der Nacht auf bis 30 kn (6-7 Bft) und kam aus NE und bescherte uns im 1 Reff einen schönen Halbwindkurs bis zur Einfahrt in den LIDO von VENEDIG der um 06.30 Uhr erricht wurde.


 

 

 

 

Markusplatz in Venedig

Zuerst einen ruhigen und kostenlosen Platz gesucht zum anlegen hinter der Insel LA CERTOSA um auszuschlafen. Mittag liefen wir mit Motor am Markusplatz vorbei, ein Gewusel an Schiffen, Fähren, Vapporettos, Taxibooten usw. macht die Fahrt durch den Hauptkanal sehr interessant.



Wieder ein kostenloser, in einem ehemaligen Segelclub, Liegeplatz gefunden und die Crew macht sich auf , die Stadt zu besichtigen.


Am Freitag früh wurden die Leinen los geschmissen und die Fahrt an der Oberitalienischen Küste entlang, ging es  die 55 Seemeilen unter Motor, da absolute Flaute, nach GRADO, mit einem Zwischenstopp in CAORLE zu einem Cappuccino.

Stadthafen von GRADO



Gegen 18.00 Uhr erreichen wir mit auflaufenden Wasser wieder den Stadthafen von GRADO.

Gesamtseemeilen : 220





 

 

 

 

Segeln in der Dänischen Südsee. (Ostsee) 

Anfang August  2015 ging es mit der Bahn Richtung Norden, nach Schleswig an der Schlei.

Schleswig ist der Ausgangshafen und die Hauptstadt von Schleswig-Holstein und recht viel weiter geht es in Deutschland sowieso nicht weiter gen Norden.

Bei herrlichen Wetter, guten Segelwind starteten wir auf einer Comfortina 32  Richtung Dänemark.  Von der Schleimünde ab wird der Kurs nach  Norden, zur Insel AERO abgesetzt. 28 Seemeilen später stehen wir vor der Hafeneinfahrt von SOBY. Der Hafen ist rappelvoll, aber im richtigen Moment legt eine Segelyacht ab und wir gehen dort längseits.

 

Die Dänen haben in den Häfen überall reichlich Grillplätze und es wird gegrillt was die Pfanne hergibt. Total entspannt und freundlich alle !

Am nächsten Morgen liegt die Dänische Südsee da  wie eine Öllache, absolut kein Wind und es geht unter Motor gegen Mittag auf die Nachbarinsel LYO.  Dort ergattern wir ebenfalls einen der letzten Dalbenliegeplätze. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der kleine Hafen immer mehr und zum Schluss lagen vor uns in der Boxengasse 7 Yachten im Päckchen. In Kroatien vollkommen unvorstellbar !

Geht nicht, gibt`s nicht, ist das Motto in Skandinavien, irgendwo ist immer noch Platz und es wird einem immer geholfen von den Nachbarbooten.

Während  bei uns Daheim und im Mittelmeer-Raum Temperaturen von 40 Grad herrschen und es unerträglich ist, ist es in Dänemark angenehme 25 Grad warm !

Nach der Insel AVERNAKO wo wir eine Nacht verbrachten ging es im Halbwindkurs nach SVENDBORG. Zuerst lieferten wir uns mit einer Hallberg Rassy eine kleine Regatta, die wir für uns entscheiden konnten, dann in einem der vielen engen, betonnten Fahrwasser und an vielen kleinen Inseln vorbei segelnd erreichten wir den Svendbord Sund . Unter der großen Autobrücke setzte ein Gegenstrom von 4 Knoten !

Gegen 15.00 Uhr steuerten wir in den großen Stadthafen von Svendborg und bekamen einen schönen Liegeplatz. Die Liegeplatzgebühr die per Master-Card an einem Automat bezahlt werden muss und das Ticket hängt man an die Reling.  Anschließend Stadtbesichtung und Besuch des historischen Hafens mit einer Vielzahl von historischen Schiffen, Ein Traum für jeden Segler !

 

Durchs Fahrwasser segelnd an Langeland vorbei, an wunderschönen Grundstücken mit Traumhäuser und Yachthäfen vorbei geht es nach RUNDKÖPING auf Langeland wo eine Pause im Hafen eingelegt wird.  Weiter ca. 10 Seemeilen im Raumschotkurs nach Marstall auf AERO. 

Am Freitag früh wird die Ablegezeit auf 7.00 Uhr festgelegt da ein ca. 50 Seemeilenschlag nach Schleimünde und Schleswig angesagt ist.

Der Wetterbericht sagt aber nichts gutes:   NO-Wind mit bis 35 Knoten.

Also ist der nächste Tag ein Hafentag, den wir sind eingeweht.  Macht nichts, es wird das interessante Schifffahrtsmuseum besichtigt.

Die Liegeplatzgebühren sind moderat:   ca. 20 ,- EURO überall !

Die Sanitäranlagen sind sauber und großzügig.

Am Samstag wird die Zeit zum auslaufen auf 5.00 Uhr festgelegt, aber leider ziehen zu dieser Zeit schwere Gewitter über uns weg und wir verschieben den Startpunkt auf 7.30 Uhr. Im Raumschotkurs bei 20 Kn segelten wir die 25 sm  bis zur Schleimünde und die restlichen 25 sm durch Deutschlands einzigen Fjord, die Schlei aufwärts bis nach Schleswig. Um 19.00 Uhr legten wir am Liegeplatz an.

Eine wunderschönes Revier für Segler und Motorbootfahrer mit hunderten von Inseln, schönen Häfen, nette, freundliche Leute und vollkommen entspannte Atmosphäre.

Ideal im JULI und AUGUST wo in Kroatien alles  übervoll ist !










 

 

Karibik - Segeltörn März 2015

 

 

Karibiktörn Leeward Islands 1. – 15. März 2015

 

Die Crew: Norbert, Renate, Lupo, Raimund, Christa, Christian und Petra

 

 

Abflug am Sonntag- morgens 7:00 Uhr in München bei 2°. Der Flug ging über Paris nach St. Martin. Raimund und Christa flogen über Amsterdam. Bei der Ankunft um 15:30 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen blauer Himmel und 29°. Der Fahrer von der Marina wartet schon am Flughafen auf uns und los geht es. Die Fahrzeit in die Marina Port la Royale beträgt ca. 45 Minuten, quer überdie Insel. Die Marina liegt auf der Innenseite von St Martin in einer riesigen Lagune mit 2 Ausfahrten, diedurch Drehbrücken mit festen Öffnungszeiten versperrt sind. Das Boot, ein Katamaran Lipari 41, ist schon fertig und wir können das Boot übernehmen. Da wir heute nicht mehr auslaufen wollen verschieben wir die Einweisung auf den nächsten Tag und gehen einkaufen. Ein Supermarkt ist 10 Minuten von der Marina  entfernt. Da St. Martin in 2 Länder aufgeteilt ist, in einen französichen und einen niederländichen Teil, und wir uns im französichen Teil befinden können wir auch in Euro zahlen. Als wir vom einkaufen zurück kommen ist es 18:30 Uhr und schon stockdunkel.

 

Die Einweisung findet heute um 8:30 statt. Hierbei erfahren wir auch, dass die Drehbrücke „SandyGround“ (sie liegt nur 500 Meter von der Marina entfernt) für Cats gesperrtist. Die Durchfahrt ist zu eng. Also führt der Weg durch die gesamte Lagune nach „Holland“ mit 2 Schwenkbrücken auf dem Weg, versandeter Fahrrinne, jede Menge Wracks, mangelhafter Betonnung und ca 100 Boote die in der Fahrrinne ankern,  Die  Lösung kommt sofort von der Marina- wir bekommen einen kostenlosen Lotsen.Schnell die Leinen los, da die Brücken feste Ein und Ausfahrzeiten haben und wir uns per Funk anmelden müssen.Raus aus der Lagune und die Segel hoch ins 1. Reff, der Wind liegt bei 6Bf aus NE-E. Wir fahren um die Südspitze und ankern in der Marigot Bay auf 4m Tiefe in türkies farbenem Wasser. Baden !!

 

 

Am nächsten Tag ausklarieren und weiter auf die Insel Anguilla in die Road Bay. Wieder ankern und einklarieren. Die Seeschildkröten schwimmen um unser Boot. Dingi klarmachen. Da wir nur 2 Tage bleiben wollen können wir ein- und ausklarieren in einem. Das Ein- und Ausklarieren wird beiden noch jungen Staaten sehr wichtig genommen.

 

Heute geht es weiter auf die vorgelagerten Atolle im Marinepark: „Sandy Island“ und „Prickly Pear“ Hier kann man an ausgelegtenBojen, wie überall kostenlos fest machen, aber meist nicht ankern und nicht übernachten. Die Inselchen sind von Korallenriffen umgeben ca. 1,5 Meter hochund bestehen aus feinem Sand mit ein paar Palmen drauf. Also abends wiederzurück nach Anquilla in die Crocus Bay zum übernachten.

 

Am nächsten Tag geht es nach St Marten zur Heiniken-Regatta.Der Wind frischt weiter auf und liegt bei 7 in Böen 8. Ich habe extra eine Refftabelle für Catamarane dabei. Wir fahren das Gross im 2. Reff und die Genua1/5 Wenn der Cat bei raumen und halben Wind auf dem Bug zuviel Druck bekommt fängt er an in den Wellen zu unterschneiden. Wir machen in Bobbys Marina inPhilippsburg fest ca. 100 m vom Strand an dem die Abschlussparty von der Regattastattfindet. Ein und ausklarieren. Die Übernachtung kostet für einen 41igerCat  78.-$. Wir bleiben 2 Tage.Mit derTaxe wird die Insel erkundet incl. Maho Bay. Die Regatta wird auf dem Wasserund die Party an Land erlebt.

 

Weiter geht es zur Insel St.Bart nach Gustavia. Ein und ausklarieren. Auch hier wollen wir 2 Tage bleiben. Da wir ca. 30 cm Wasser im Backbord-Maschinenraum haben wird die Basis angerufen.

Diese organisieren sehr schnell einen Techniker der dies abdichtet. Wir laufen am nächsten Morgen wieder aus und gehen in der Bucht Ansedu Colombier an eine Boje.

 

Eigentlich wollen wir heute weiter nach Antigua (89 NM) doch der Wind soll im laufe der Woche noch stärker werden. Neuer Plan- an Saba vorbei zur Insel St. Eustasius. Die einzige Möglichkeit hier festzumachen ist vor Oranjestad an eine Boje zu gehen. Ein- und ausklarieren. Insel erobern,eine Vulkaninsel mit teilweise trop.-Regenwald, einkaufen und abends gut Essengehen.

Heute geht es weiter zur Insel St. Kitts mit Wind gut 7 in Böen 9 und  sehr konfusem Seegang bei einer Wellenhöhe von gut 6 m. Hier gibt es in Basterre eine kleine Marina die aber belegt ist. Ein- und ausklarieren.              

Wir bekommen von dem Hafenmeister aber einen Platz an der Hafenmauer zum halben Preis incl.Trinkwasser. Auch hier bleiben wir 2 Tage um die Insel zu erkunden.

Heute geht es weiter nach St. Barthelemy in die Bucht Ansedu Colombier zum Übernachten.

Hier schenken wir uns das Ein- und Ausklarieren da wir dafürin die Hauptstadt müssten.

 

Am nächsten Tag fahren wir Richtung St. Martin zur Insel(Atoll) Ile Tintamarre in die Bucht Baje Blanche. Von hier aus geht es weiterin die Bucht Anse Macel und hier in die Marina Port Lonvilles zum einklarieren.Hier ging das Einklarieren innerhalb von 5 Minuten. Das Boot wurde vollgetankt- 76L Diesel für 14 Tage.

 

Heute geht es zurück nach St. Martin in die Cupecoy Bay zurMarina Port la Royale.

Die Rückfahrt durch die Lagune ist schon eine kleine Herausforderung.Doch ich habe bei der Ausfahrt den Track mitgeplottet. Wir machen das Boot abends um 18:00 Uhr in der Marina fest.

 

Fazit: wir wurden von keinen Leuten angesprochen das sie beim festmachen, beim Ankern oder auf das Dingi für Geld aufpassen wollen. Es läuft hier alles mit karibicher Gelassenheit. Die Hafenbebühren sind gegen Kroatien fast geschenkt nur das Trinkwasserist auf den Inseln knapp und teuer. Die Leeward Islands sind kein Revier für Anfänger. Auch gibt es hier kein Nachtfahrverbot. Jedoch sollte mann immersehen das man um  15:00 Uhr seinenAnkerplatz erreicht hat da sonst bei der Ansteuerung die Riffe schlecht zuerkennen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Segeltörn Juni 2014

 

Anfang Juni ging es wieder nach Split in Kroatien, genauer gesagt in die Marina -Seget Donji bei der wunderschönen Weltkulturerbe-Stadt TROGIR. Auf der Autobahn von Zuhause aus leicht erreichbar in der Zwischenzeit !

Bobovisce / Brac
Bobovisce / Brac

 

Die Segelyacht, eine Bavaria 45 Cruiser, Bj 12, wurde übernommen, meine "Mädelcrew", die bereits zum 8.Mal (!!!) dabei ist, checkte ein und nach einer Sicherheitseinweisung legten wir ab und segelten bei noch verhangenen Wetter und leichten Regen zur Insel Solta wo die erste Nacht in der Bucht "Necujam" verbracht wurde.

Vom Sonntag an schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel für die ganze kommenden 2 Wochen. Der Wind blies jeden Tag aus NW mit 3 - 4 Bft und verhies einen super Segeltörn.

Vrboska /Hvar
Vrboska /Hvar

Es wurde die Insel Brac angelaufen, die Insel Hvar vollkommen umrundet und im Stadthafen von Hvar ein Hafentag eingelegt, damit die "Mädel`s" wieder mal unter Leute kamen!

Von Hvar nach Brac zurück, klinkten wir uns in eine Regatta ein, die teilweise mit Spinnaker-Segel unterwegs waren. Wir hatten Groß und Genua gesetzt und hielten die ganze Zeit mit und sahen wie mehrere Spinnaker sich in Fetzen auflösten, da der Wind auffrischte und diese nicht rechtzeitig refften.

 

Skradin

Nach einer Woche Crewwechsel und der Törn führte mit 2 Familien und Kindern Richtung Norden, nach Sibenik und den Krka - Wasserfällen.

 

Die letzte Woche änderte sich das Wetter, ein Tiefdruckgebiet lag über der Adria und es wurde sehr unbeständig, jeden Tag Regen, Sonnenschein und immer wieder Gewitter.

Käptn`s - Dinner

Am letzten Tag gab es Käptn`s - Dinner in der Bucht von Bobovisce auf der Insel Brac. Der Törn führte bis zur Insel Vis und Bisevo (Blaue Grotte) und wieder zurück zum Ausgangshafen in Trogir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SKS- Ausbildungstörn Mai 2014 

Ruderbruch  bei Starkwind (7 Bft) !!

 

Bei einem Amwindkurs von Piran in Slowenien nach Umag in Kroatien segelten wir bei einem Ausbildungstörn zum SKS (Sportküstenschifferschein) bei 7 Bft und im 2. Reff im Groß und Genua mit einer Bavaria 42 schön im Ruder liegend ca. 1 Seemeile querab vom Kap Savudrija als der Rudergänger zu mir sagte, "Willy, das Ruder dreht leer durch, ich hab keine Ruderwirkung mehr !").

Ich sofort selbst ans Steuerrad, tatsächlich ließ sich das Steuer vollkommen leer in jede Richtung drehen.

Katastrophen-Szenario:  Der Wind auflandig, Schiff manövrierunfähig und Küste kommt näher !   "Mayday absetzen ?".    Zuerst  nehmen wir das Großsegel weg, reffen die Genua bis zum 3. Reff weg und setzen die Notpinne.  Da wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen ist das Ruder abgebrochen, das Steuerseil-oder Kette gerissen, ist es eine Erleichterung das die Notpinne die man auf den Ruderkocker aufstecken kann, greift.  Also kein Ruderbruch !

Mane an der Notpinne

 

Leider lässt sich die Notpinne nur eine Viertel Drehung bedienen, dann ist diese blockiert !

Das Land kommt näher, ich bin nahe daran einen Seenotfall mit "Mayday" auszusenden über Funk.  Da sich das Schiff nicht auf Kurs halten lässt mit der blockierten Notpinne, können wir nur immer anluven, eine Wende machen, wieder abfallen, eine Halse fahren und die gleichen Manöver immer wieder, nur so kommen wir am Kap vorbei und können in die große Bucht von Portoroz in großen Vollkreisen einsegeln.

Inzwischen waren die Störlichter ( 2 rote Rundumlichter für Manövrierunfähig) gesetzt.

2 rote Rundumlichter
2 rote Rundumlichter

Aufgrund des Wellenganges war an eine Inspektion im Schiffsinnern nicht zu denken.

 

Nach ca. 3 Std. ankerten wir um 20.00 Uhr vor der Marina - Portoroz.

Jetzt erst konnten wir schauen was überhaupt passiert ist, alle Inspektionsdeckeln abgeschraubt und sofort war der Schaden entdeckt.

Die Befestigungsschelle des Steuerseils war gebrochen und somit hat sich das Leerrohr durch die Befestigungsplatte ca. 30 cm nach oben verschoben und hat die Steuerkette blockiert und aus dem Zahnkranz am Ruder geworfen.

 

Mit Bordmittel wurde dies notdürftig repariert und das Ruder liess sich wieder bedienen !

Wir waren noch nicht ganz fertig, da kam gegen 22.00 Uhr 2 Marineros von der Marina längseits und warnten uns hier zu ankern, denn für die Nacht ist eine schwere Sturmwarnung aus Nordwest (Tramontana) angesagt und sie rechnen damit das es im Hafen Zerstörungen geben kann.

 

Also, Anker hoch und wir suchten einen Ankerplatz im Lee, in der Nähe vom Hotel Bernadin. Der Anker wurde fest eingefahren, die ganzen 50 Meter Ankerkette gesteckt, Ankerlicht an und Ankerwache eingeteilt.

Kurz darauf kam die Front durch mit 40 kn Wind, das Schiff rüttelte und schwoite um den Anker, das man meinen konnte jeden Moment bricht die Kette. Der Spuk dauerte ca. 10 Minuten dann liess der Wind nach und ging auf moderate 20 kn (5 Bft) zurück.

Nicht auszudenken wenn wir an unserem alten Ankerplatz liegen geblieben wären ?

 

Befestigungsklemme gebrochen

Am nächsten Morgen, strahlender Sonnenschein, kein Wind , liefen wir in die Marina-Portoroz ein um Hafenmanöver zu üben. Beim dritten Anlegeversuch löste sich das Provisorium wieder auf und das Steuer ging wieder leer durch. Mit Notpinne zum Anlegesteg und Mechaniker in der Marina organisieren. Die ersten zwei sahen sich nicht imstande die Reparatur auszuführen. Erst der dritte, der eine kleine Werkstätte in der Marina betreibt (Montex), konnte uns helfen.

Wir zeichneten einen Konstruktionsplan und dieser drehte auf seiner Werkbank aus Edelmetall das defekte Teil mit Gegengewinde. Die dauerte zwar den ganzen Nachmittag, aber gegen 20.00 Uhr hatten wir wieder alles eingebaut und justiert.  Das Steuer geht besser und leichter und direkter als jemals zuvor und hat den Rest der Woche einwandfrei gearbeitet.

Übrigens:  Alle Teilnehmer haben die SKS-Prüfung bestanden:   Gratulation !

Venedig - Törn 2013

 

Das der Wind beim Segeln immer aus der falschen Richtung kommt ist nichts neues, aber fast die ganze Woche, dass ist auch mir neu.
 

In der ersten Oktoberwoche war ich nochmal unterwegs von Porec /Kroatien mit einer Segelyacht "Cyclades 435" und 4 Mann nach Venedig. Die ersten zwei Tage hat es geregnet, gewittert und so legten wir in Novigrad, wo ausklariert wurde aus Kroatien, einen halben Hafentag ein. Der Wetterbericht am Morgen und der Hafenkapitän sagten nichts Gutes und rieten uns ab vor der Überfahrt nach Venedig. So änderten wir den Kurs nach Piran in Slowenien um das Kap Savudrija. Bis zum Kap war es ein gemütlicher Halbwindkurs und dann kamen wir aus der Abdeckung vom Land und die Wellenberge wurde größer und der Wind legte auf 7 - 8 Bft. zu. Aufkreuzen bei diesem Wind wurde zur Tortur für Crew und Schiff und so änderte ich den Kurs wieder und liefen mit dem Wind ab nach Umag. Nach einigen Stunden Pause wurde der Wind weniger, kurz Wetter-und Windkarte geschaut, und wir starteten zum zweiten Versuch um das Kap. Der Wind blies aus NE mit 5 Bft (reine Bora !) aber die Welle stand noch genauso. Aber nach ca. 3 Std. haben wir uns mit einigen Kreuzschlägen um das Kap gekämpft und Piran zum einklarieren angesteuert. Nach einer ruhigen Nacht in Piran ging es am nächsten Morgen mit frischen Elan auf direktem Raumschotkurs zur Ansteuerungstonne Venedig.
 

Die Sonne schien und der Schiebewind blies uns um 19.30 Uhr, bei Sonnenuntergang in die Lagune von Venedig. Man muss höllisch aufpassen auf die Betonnung mit den Kennungen und noch mehr auf die Italiener mit ihren Motorbooten. Obwohl eine Max.Geschwindigkeit von 10 kn besteht wird in Höchstfahrt sogar im Hafenbecken gefahren !


Aufgrund des Tiefganges von 2,0 Meter der Yacht ist die Auswahl der Marinas in Venedig begrenzt und so stocherten wir im Finstern im Hafen St.Elena umher bis wir uns an eine ausrangierten Anleger der Vaporettos legen konnten. Die Nacht war unruhig, da Fischer mit ihren schnellen Motorbooten innerhalb des Hafenbeckens Vollgas ein- und ausfuhren und dementsprechender Wellenschlag ging.
 

Nach dem Frühstück legten wir ab und nur mit der Genua (Vorsegel) ging es am Markusplatz vorbei, den Kanal entlang, an den Palazzis vorbei und legten uns dann in eine frei Box eines privaten Segelclubs.
 

Mit den Vaporettos (Linienschiffe) fuhr die ganze Crew zum Markusplatz und schaute sich die wunderbare Stadt an. Im Zentrum wimmelte es vor Touristen, hauptsächlich Asiaten, und wir zogen es vor etwas abseits einen Capuccino zu trinken.
 

Um 2.00 Uhr Nachmittags legten wir ab und wollten den Kurs auf Rovinj oder Pula in Kroatien absetzen. Aber an der Lagunenausfahrt blies der Nordostwind mit 5 - 6 Windstärken. Also wurde nichts mit Rovinj oder Pula da wir zu weit abfallen müssten und wir in der Mitte der Adria irgendwo rauskommen würden. Nächster Plan war, aufzukreuzen nach Grado. Gesagt, getan !  Wir kreuzten Stunde um Stunde auf und die Lichter von Jesolo wanderten nur unmerklich aus. Wir refften mehrmals die Segel bis nur noch die Sturmfock stehen blieb. Mit der kann man keine Höhe mehr laufen und wir kreuzten bei einem Wellengang von 2 - 3 Meter mehr hin-und her als das wir höher kamen. Inzwischen 1.00 Uhr Nachts, waren wir auf Höhe von Porto St.Margaritha und dies war so ziemlich der einzige Hafen an der ganzen Küste bis Grado, der mit unserem Tiefgang passte.
 

Also Ansteuerung mit entsprechender Kreuzsee vor den Molenköpfen, und dann wurde es schlagartig ruhig sobald wir diese passiert haben. Die Marina von Porto St.Margaritha ist die einzige mit einem Fluttor, das bei Sturmfluten geschlossen werden kann. In der großen Marina wurden wir mitten in der Nacht vom Marinero an einen Liegeplatz geordert und nach der Anmeldung war jeder froh als die Lichter ausgingen und jeder in seine Koje fiel.
 

Donnerstag, 3.Oktober, bei uns Zuhause ist Feiertag, motorten wir die restlichen 20 Seemeilen bis Grado bei herrlichsten Sonnenschein, aber arschkalt ! Im Stadthafen von Grado kamen wir mittenrein in eine Marienwallfahrt und konnten uns gleich bei dieser für die gute Überfahrt bedanken.
 

Am nächsten Tag, der letzte, ging es mit einem wunderbaren Halbwind mit 7 kn Fahrt nach Novigrad zum einklarieren und weiter nach Porec wo wir direkt vor dem Cafe anlegten und uns einen Capuccino gönnten. Die restlichen 3 Seemeilen ging es unter Motor zur Marina - Funtana wo der Check-out reibungslos abging und wir mit einen schönen Anlegeschluck den Abend und den Törn beschlossen.
 

Gesamtseemeilen:  220

       

 

 

 

 

 

 

Von Rostock nach Kopenhagen

 

Kopenhagen

Am 20.7.13 reiste ich mit der Crew nach Warnemünde bei Rostock. In der Marina "Hohe Düne" übernahmen wir vom Vercharterer eine Segelyacht "Hanse 40". Der Check-In und die Verproviantierung klappten problemlos. Die Sonne schien unerbärmlich und bei über 30° und gutem Nordwestwind wurden sofort nach der Hafenausfahrt die Segel gesetzt und auf einem Bug ging es 50 Seemeilen, an der berühmt berüchtigten "Kadett-Rinne", die ein VTG (Verkehrstrennungsgebiet) vorbei, nach Dänemark in den Yachthafen Klintholm.
 

Am nächsten Tag, alle Dänen und Schweden sind anscheinend Frühaufsteher, den die meisten legen bis 8 Uhr ab, was ich von den Mittelmeerländer überhaupt nicht gewohnt bin, ging es dann allerdings mit Motor weiter, da uns der Wind verlassen hat und es nur noch heiß war, nach Kopenhagen, was wiederum 50 Seemeilen entfernt war. Durch den Öresund der uns mit knapp 3 Knoten mitschub und wir teilweise eine Fahrt über Grund (FüG) von 9 Knoten machten, kamen wir an etlichen Windparks vorbei am Spätnachmittag in Kopenhagen an.
 

Nach einer Hafenrundfahrt, an etlichen Kreuzfahrern, Ausflugsbooten, Marineschiffen, Traditionsyachten vorbei, legten wir uns mitten in der Stadt im Christianshavn an ein anderes Schiff.

In den skandinavischen Ländern ist in den Häfen ein ganz entspanntes, teilweise fröhliches und freundliches Nebeneinander. Im Päckchen zu liegen ist überhaupt kein Problem und jeder läßt dich längseits gehen.
Nach einem Stadtbesuch, obligatorisch zu der "Meerjungfrau" und den typischen Sehenswürdigkeiten legten wir am nächsten Tag wieder ab. Leider wieder unter Motor, da der Wind einfach nicht kommen wollte bei der Hitze die für diesen Landstrich relativ ungewöhnlich ist, ging es Richtung Malmö (Schweden) und weiter zum Hafen von Rodvig (DK).
Durch riesige Algenteppiche die in der Ostsee geradezu explodieren, bei dieser Hitze, legten wir den Kurs südlich zu den wunderschönen Kreidefelsen von der Insel Mön (DK). Kurzer Ankerstopp direkt vor der Küste an den Kreidefelsen!

 

 

Noch 20 Seemeilen bis nach HÄRBOLLE (DK) und in diesem kleinen Hafen legten wir Evangelisch (mit dem Bug zum Steg) bei 2 Meter Wassertiefe an. Wasser / Strom  ist in den Häfen vorhanden!
Am vorletzten Tag segelten wir endlich wieder, wenn auch nur für kurze Zeit, Richtung GEDSER auf der Insel Falster. Dies ist der südlichste Punkt von Dänemark !
Am Freitag liefen wir dann bei Südwostwind und 3 - 4 Bft auf Steuerbordbug zuerst aus dem Fahrwasser von GEDSER und steuerten Rostock an. Wir segelten die 35 Seemeilen bis kurz vor dem Hafen ROSTOCK. Nach einem Capuccino und einer Stadtbesichtigung ging es die Warne flußabwärts bis Warnemünde in die Marina "Hohe Düne"
 

Gesamtseemeilen : 250

 

 

Von Alanya (Türkei) nach Pula (Kroatien)

1400 Seemeilen  

 

 

Vercharterer :       Ecker – Yachting
Schiff:                   Sun Odyssey 45     Bj.08          
                             MMSI 238 796 640  Rufzeichen 9AA5649
Name:                 „ARION“
 

Es schneit bereits am 28.Oktober 2012 und es ist alles weiß, als wir uns am Sonntag um 9.00 Uhr in Vilshofen beim Christian treffen.

Gemeinsam geht es mit Rene`, der uns den Wagen leiht, nach Salzburg zum Flughafen. Etliche andere Crew`s warten ebenfalls und alte Bekannte, wie den Heller Robert und die „Deggendorfer“ treffen wir ebenso.
Abflug um 13.45, Ankunft in Antalya um 17.15 OZ.
Mit Bus fahren die Crew`s in 1,5 Std. nach Alanya in die Marina (Tranfer 30,- EUR pro/Pers.). Von Ecker lässt sich niemand sehen und so laufen alle mit Gepäck durch das Restaurant und suchen sich die Schiffe alleine.
Am Schiff der „ARION“ wartet bereits Raimund auf uns, der am Vormittag schon aus Düsseldorf angekommen ist und bereits den Einkauf und den Check-In für`s Schiff übernommen hat.
 

Montag: 29.10.12
Sicherheitseinweisung der Crew und die Verteilung der Seenotrolle steht am Vormittag an und anschließend wollten wir die Schiffspapiere und Pässe von Ecker abholen, aber vor Mittag geht da gar nichts !  Alle Crew`s sind sauer auf die schlechte Organisation und den chaotischen Ausgaben der Papiere durch die Behörden.
Wacheinteilung wird festgelegt, alle 4 Stunden 2 Mann.
Endlich !  Um 12.00 wird bei wolkenlosem Himmel und 27° in Alanya abgelegt mit Kurs auf Kas. Kein Windhauch und so wird 18 Stunden motort, wo wir Dienstag um 6.00 Uhr in Kas anlegen. 128 Seemeilen.

Dienstag: 30.10.12
Nach einer ersten Nachtfahrt ohne besonderen Vorkommnisse laufen wir um 6.00 Uhr in Kas (Türkei) ein und versuchen einen Liegeplatz zu bekommen, alles voll, aber wir drücken uns noch neben eine Gullett und wollen die Ausklarierung in Kas erledigen. Ein „Agent“ verspricht uns bis 10.30 Uhr die ganzen Behördengänge für uns zu erledigen. Polizei, Einwanderungsbehörde und Zoll.
Nach und nach treffen die übrigen Yachten von Ecker ein und möchten ausklarieren !
Liegeplatzgebühr: 15,- EUR
 

Eine Stunde um die andere vergeht und es wird vom „Agenten“ immer wieder um 1 Std. vertröstet. Allmählich wächst der Ärger der Crew`s, den alle möchten weiter. Auf einmal möchten die Behörden von jedem Schiff 230 ,- EUR für`s ausklarieren !!!!!!
Der Unmut wächst und es wird zunehmend  aggressiver die Stimmung, den es sieht nach Abzocke aus. Nach mehreren Telefonaten mit Ecker – Yachting und der Aussage nichts zu zahlen lassen sich die Beamten noch mehr Zeit. Sie bestehen auf die Zahlung, vorher rücken sie die Papiere nicht raus. Also bleibt uns nichts anderes übrig, und den anderen Crew`s, als zu zahlen. Ecker hat versprochen das der Betrag von ihnen übernommen wird. Um 22.00 Uhr, nach 12 Std. Wartezeit für 3 Stempel, kommt der „Agent“ zu jedem Schiff, kassiert ab (zzgl. 50,- Agentengebühr) und übergibt die Schiffspapiere. Von Ecker-Yachting  ganz schlecht organisiert !
Sofort wird abgelegt und der Kurs auf Rhodos (Griechenland) abgesetzt. Die nächsten 80 Seemeilen werden wieder motort, zwischenzeitlich gesegelt, aber der Wind ist zu schwach. 

Mittwoch: 31.10.12
Wolkenlos, N-Wind, 25°,      Griechenland wir kommen!
11.00 Uhr einlaufen im Mandraki – Hafen von Rhodos.
 Beim Einklarieren in Rhodos Griechenland
Wieder zu den Behörden um einzuklarieren in Griechenland, dies geht etwas schneller, aber die Behörden liegen weit auseinander, in der Stadt verteilt und nach einigem suchen und  65,- EUR ist auch dies geschafft. Nach einem kurzem Altstadtbesuch und einem Cappuccino und einem Einkauf im Supermarkt legten wir um 17.00 Uhr in Rhodos ab.
Von hier legten wir den Kurs immer West (270°) an, Richtung  Santorin (144 sm). Ein langer Schlag beginnt !
 

Donnerstag: 1.11.12
Alex hat Geburtstag
Die ersten Nachtstunden wurden motort und ab 5.00 Uhr früh setzte der Wind ein, Segel gesetzt, Motor endlich aus und wir liefen einen Halbwindkurs.
Jede Stunde wurden am Kartenplotter, in der Seekarte und schriftlich die Positionen notiert.
Der Wind frischt immer mehr auf, um 13.00 haben wir S-Wind mit 7 Bft ! Die Welle baut sich auf, kommt seitlich und manche haben eine Höhe von ca. 6 Meter ! Das Schiff rollt unangenehm und die Crew zahlt schweren Tribut an die Fische. Jeden an Bord hat die Seekrankheit erwischt und es werden nur noch die wichtigsten und notwendigsten Dinge erledigt. Einige möchten am liebsten sterben wenn das nicht aufhört. Das erste Mal, seit ich segle hab auch ich kurz gekotzt, aber sofort danach war wieder alles ok bei mir !
Santorin anlaufen lassen wir ausfallen, um 15.00 Uhr haben wir die Insel ca. 10 sm querab.
Wind unverändert, Sicht diesig, Wolken tiefhängend und es pfeift brutal durch das Rigg.
 

Freitag: 2.11.12
Noch 110 Seemeilen weiter bis an die Südspitze des Peloponnes ! Das zieht sich !
Die Crew trinkt und isst zu wenig und  ist fast apathisch, nur noch die mindesten Handgriffe werden erledigt, Steuern und Kurshalten werden anstrengend, Wachwechsel funktioniert nicht mehr und Positionen unter Deck nicht mehr eingetragen.
Ab 2.30 Uhr schwächt sich der Wind ab und setzt kurz darauf ganz aus, der Motor wird angeworfen.  Unangenehme Welle steht noch. Hoffentlich reicht der Diesel ?
Ab 6.45 Uhr setzt der Wind wieder ein, kommt aus SW und frischt auf 6 Bft auf, Segel setzen mit 2.Reff. Bewölkung 7/8.
10.00 Uhr Land in Sicht !
10.40 Uhr Mayday – Relais über Kanal 16 empfangen, können aber keine Position ermitteln.
Der Kurs zur Südspitze kann nicht gehalten werden und so laufen wir den Hafen von MONEMVASIA am Peloponnes an.
Nach 48 Stunden und 318 Seemeilen endlich im Hafen von Monemvasia  längseits  fest.

Sofort wird Diesel organisiert, und der Tankwagen kommt nach einer halben Stunde an den Steg und es werden 157 Liter gebunkert.
Anschließend kurzer Restaurantbesuch und um 9.00 Uhr liegen alle in den Kojen und können in Ruhe eine Nacht durchschlafen. Allen geht es wieder gut und die Lebensgeister sind zurück und sterben will auch keiner mehr.
Die Altstadt von Monemvasia ist historisch direkt an den Fels hingebaut und wunderschön. Leider haben wir keine Zeit diese zu besichtigen, den die Zeit läuft uns davon, den wir haben einen Tag in Kas mit den Behörden verloren und es liegen noch 800 Seemeilen vor uns.
Im Hafenbecken sehen wir zwei riesengroße Wasserschildkröten !
 

Samstag: 3.11.12
Norbert Geburtstag
Die Sonne geht um 7.00 Uhr auf, als wär nie ein schlechtes Wetter vorher gewesen !
Wolkenloser Himmel, Frühstück an Deck.
Um 10.30 Uhr wird abgelegt und wir runden die Südspitze des Peloponnes und erreichen den südlichsten Punkt unseres Törn`s.
Die Ägäis wird verlassen und wir kommen in die Ionische See.
Zwischen der Insel Kythira und dem Festland geht der ganze Schiffsverkehr vom Mittelmeer zum Bosporus ins Schwarze Meer und wir werden eingekreist von riesigen Frachtern und Containerschiffen.
Das Mittelmeer hat hier Tiefen bis 5200 Meter !!!   (Der Mont Blanc würde verschwinden)
Kurs Katakolon ! (158 sm).
Der Peloponnes hat drei riesige Buchten, und um diese zu queren vergehen Stunden. Der Wind schwach aus N mit 2 Bft.
Der Robert mit seiner „VERITAS“ hat seine Position durchgegeben und liegt ca. 3 Std. vor uns.

Sonntag: 4.11.12
Christian Geburtstag
Um 15.00 laufen wir in den Hafen KATAKOLON ein und gehen längseits an der Pier.
Öl – und Bilgenkontrolle !
Das ganze Vordeck ist über und über mit Ölfecken versaut und muß gereinigt werden. Wahrscheinlich sind wir durch einen Ölteppich gefahren und die Gischt hat alles über Deck gespült !
Um 20.30 Uhr legen wir schon wieder ab, nachdem an Bord sauber gekocht wurde. Der Kurs wird nach LEVKAS abgesetzt.
In der Nacht geht es an den Inseln Zakynthos, Kefalonia, Ithaka, und Meganisi vorbei bis wir am

Montag: 5.11.12
um 9.45 Uhr LEVKAS erreichen und an der Tankstelle 126 Liter Diesel bunkern. Durchschnittsverbrauch pro / Std. 3,4 Liter.
772 Seemeilen liegen hinter uns , und die Hälfte ist geschafft.
Wir verlegen das Schiff an die Stadtpier und gehen noch durch die Stadt und essen eine Kleinigkeit in einer griechischen Taverne. Christian hat von Robert gehört das er mehrere Thunfische gefangen hat und das läßt ihm keine Ruhe und kauft sich eine Angelausrüstung mit der Hoffnung das er ebenfalls einen fängt. Sicherheitshalber haben wir noch einige Thunfischdosen eingekauft ! Was sich später als gute Investition herausgestellt hat.
Um 15.00 Uhr warten wir auf das Öffnen der Drehbrücke in dem Kanal von LEVKAS der das Festland mit der Insel verbindet. Jede Stunde wird geöffnet und der ganze Autoverkehr gestoppt. Pünktlich kommen wir durch und setzen den Kurs nach der versandeten Einfahrt nach KORFU ab. Wieder ist eine Nachtfahrt angesagt.
Segeln die ganze Nacht mit drei anderen Ecker – Yachten in der Nähe nach Korfu.
Nachts werden Rettungswesten und Lifebelts für die Wachen an Deck vom Skipper angeordnet.

Dienstag: 6.11.12
Zwischen Korfu und Albanien vorbei erreichen wir die Nordspitze von Korfu um 03.00 Uhr.
Sehr starker Schiffsverkehr nach Igoumenitza.
Wind aus NW mit 4 – 5 Bft. Segeln mit 1.Reff im Groß und Genua zur Insel ERRIKOUSA, die nördlichste Insel Griechenlands. Wir sind in der Adria !
Im Windschatten, aber Schwell ankern wir vor den paar verlassenen Häusern, bei Sonnenschein vor ERRIKOUSA. 100 sm seit Levkas.
Von Robert erhalten wir einen Anruf, das diese von der italienischen Küstenwache aufgebracht worden sind mit Helikopter, Schnellbooten und alles was dazugehört und nach Otranto eskortiert  und verhört wurden mit Verdacht auf illegale Einwanderer.
Um 12.00 geht der Anker hoch und der Kurs wird abgesteckt nach BRINDISI (100 sm).
Segel werden gesetzt, läuft gut und um 12.30 Uhr saust auf einmal die Genua herab und fällt teilweise ins Wasser, das Fall ist gebrochen !
Aufruhr an Deck, alle Mann, bis auf Rudergänger, auf`s Vorschiff, Genua klarieren und beilaschen. Neues Fall anschlagen, Genua wieder in Vorstagnut und aufheißen.
Können wieder weitersegeln bis 16.15 Uhr, Wind steht aus NW und wir kommen immer weiter nach Albanien. Also Segel weg. Beim Bergen der Genua stellen wir fest das sich das Segel zwar noch reffen läßt aber nicht mehr ausrollen. Reparatur, da ein Mann in den Mast muß, auf See nicht möglich, daher direkter Kurs auf BRINDISI (90 sm) mit Motor.
Starker Schiffsverkehr, Kurs muß einigemale wegen Kollisionsgefahr geändert werden.

Mittwoch: 7.11.12
4.00 Uhr stehen wir vor dem Hafen von BRINDISI.Eine 1.25 Seemeilen lange Mole schützt den Innenhafen gegen alle Winde. Im Innenhafen legen wir röm.-kath. um 6.30 Uhr an.
Die Uhrzeit wird umgestellt von OEZ auf MEZ, also 1 Stunde zurück !
Liegeplatzgebühr:  25,- EUR   
Nach dem Frühstück wird der Lupo mit dem Bootsmannstuhl in den Mast aufgeentert und repariert in 20 Meter Höhe das Genuafall das sich am Masttopp verwickelt hat.
Die Genua läßt sich wieder ein- und ausreffen.
Den ganzen Tag bläst der Wind gewaltig und laut Wetterbericht sind Böen bis 40 Knoten angesagt (Sturmstärke).
Um 15.00 Legen wir ab, binden das 2. Reff in Groß und Genua und segeln bei sehr starken Böen, die das Boot unheimlich luvgierig machen im riesigen, noch geschützten Innenhafen Richtung Hafenausfahrt. Ein Segelschiff achteraus macht gerade einen Sonneschuß und das ist für uns das Zeichen umzudrehen und wieder am alten Liegeplatz festzumachen. Also ist ein Hafentag wegen Sturm angesagt und der nächste Auslauftermin auf Morgen früh um 6.00 Uhr angesetzt.
Endlich wieder eine Nacht durchschlafen !

Donnerstag: 8.11.12
Nach durchgeschlafener Nacht, um 5.00 Uhr raus aus den Kojen, gefrühstückt und klar zum ablegen. Wind ist schwächer geworden, bläst aber immer noch mit 5 Bft.
6.00 Uhr ablegen in Brindisi, Groß und Genua mit 1. Reff und Kurs nach Bari. (70 sm)
Sonnenschein, sehr hart am Wind gesegelt, da Wind aus Nord.
Um 16.00 legt sich der Wind und der „Jockel“ wird angeworfen, den der Raimund verläßt das Schiff in Bari und fliegt am nächsten Tag Nachhause. Raimund ist gesundheitlich angeschlagen, schon seit Wochen !
20.15 Uhr fest längseits an dem Steg der Marina und schon werden wir erwartet, obwohl keine Menschenseele (Segler) unterwegs ist, von einem Marinero der uns für 2 Stunden Liegeplatz 40,- EUR abknöpft !
Raimund verabschiedet sich von der Crew und geht von Bord.
21.45 Uhr legen wir schon wieder ab und in einer Nachtfahrt geht es mit Kurs 324° nach VIESTE.

Freitag: 9.11.12
Es wird ein neuer Wachplan erstellt, da ein Crewmitglied fehlt !
06.45 Uhr Vieste am Sporn von Italien (Gargagno) erreicht. Anlegen röm.-kath. am Marina-Steg. Und schon wieder steht ganz allein einer, in aller Hergottsfrüh am Steg und nimmt uns die Schiffspapiere ab und sagt um 9.00 Uhr sollen wir diese bei seiner Frau wieder abholen und die Liegeplatzgebühr bezahlen.
Wir gehen in die schöne Stadt, suchen eine Bäckerei und einen Supermarkt und füllen unseren Kühlschrank wieder mit essbaren auf.
Liegeplatzgebühr: 20,- EUR
Leinen wieder los um 10.00 Uhr und jetzt geht`s 200 sm längs durch die Adria bis Pula. Kurs 330°
14.00 Uhr  die Inseln Palagruza und Pianosa liegen Stb. und Bb querab.
Die nächsten 2 Tage kein Land mehr in Sicht ! Wir wollen Strecke machen da der Wetterbericht ab Samstagnachmittag nichts Gutes ahnen läßt. Er sagt Windboen bis 40 Knoten aus Südost voraus.
Die ganze Nacht über, allerdings kein Wind und somit wird wieder motort.

Samstag:  11.11.12
In der Adria herrscht reger Schiffsverkehr mit den Routen von Venedig, Triest, Ancona. Man muß höllisch aufpassen das man nicht untergebolzt wird. Den bei denen gilt die Regel „Stahl vor Plastik“.
Aber an Bord ist ein Radar, Kartenplotter, Navtex, Funk mit DSC-Controller und zusätzlich ein Laptop mit Seekarten, Wettergrib – Daten und GPS.
Wie mit einem Lineal gezogen setzen wir eine Stunde um die andere Positionen in die Seekarte ein und nur unmerklich kommt unser Zielhafen, Pula näher.
Am Samstag um 9.00 Uhr ca. 12 sm von den Kornaten querab, sehe ich das das Großfall durchgesetzt gehört. Beim näher hinsehen, sehe ich das der Schäkel am Hals gebrochen ist und das Großsegel ausrauschen könnte. Gottseidank ist wenig Wind und wir können, da kein geeigneter Schäkel an Bord ist, dies wieder behelfsmäßig im Mast reparieren, so das sich das Groß wieder reffen läßt.
12.00 Uhr  noch 35 Seemeilen bis Marina – Veruda bei Pula.
Da kaum Wellengang ist, wieder mal eine Dusche und ausgiebig frühstücken, an Schlaf war bei mir wieder nicht zu denken. Bin aber eigenartigerweise gar nicht so müde !
12.30 Uhr die ersten Aussetzer des Motors, Motoröl nachgefüllt, ca.3/4 Liter, hoffentlich reicht der Diesel noch für die letzten 30 Seemeilen ?
13.00 Uhr Motor Drehzahl geht zurück und fängt zu stottern an.
Sind seit letztem Volltanken 42 Std motort, Durchschnittsverbrauch 3,5 Liter, also 147 Liter Verbrauch. Tankinhalt 240 Liter. Es müßten noch ca. 90 Liter im Tank sein!
Das fehlt noch, das uns der Diesel ausgeht und wir zum anlegen den Motor nicht mehr benützen können !
Wir haben Vorwind – Kurs, die Genua wird ausgerefft und zieht uns Richtung Pula.
Der Wind legt langsam zu, genauso wie der Wetterbericht vorhergesagt hat, den es ist ab Samstagmittag mit zunehmenden Südwind bis zu 50 kn (Windstärke 10 !!!) zu rechnen. Also versuchen wir so schnell wie möglich unseren Zielhafen, die Marina – Veruda bei Pula zu erreichen. Jetzt noch einen Sturm auf die letzten Meilen, das muß auch nicht mehr sein, den die Crew freut sich auf das Ende des Törns.
An Steuerbord sieht man am Horizont Mali Losinj und die Insel Susak, recht voraus kommt langsam über die Kimm die Silhouette von Istrien in Sicht, dessen südlichster Punkt am Kap, der Leuchtturm- Porer unser Wegpunkt ist.

18.00 Uhr Leuchtturm – Porer ca. 1,0 sm querab, noch 6 sm bis Veruda, Südwind 6 Bft., und ca. 2 Meter Wellenhöhe, Genua 2. Reff, inzwischen ist es stockfinster, ich übernehme das Steuer und das Schiff wird zum einlaufen unter Segel fertig gemacht, da wir Angst haben das uns der Diesel für das letzte, kurze Anlegemanöver nicht mehr reicht. Also Anker klar machen, für etwaige Fälle, Fender raus und Leinen klar!

19.00 Uhr Leuchtfeuer Einfahrt Veruda-Marina erricht. An Backbord steht ein riesiger Hotelkomplex mit Casino, furchtbar grausam farbig beleuchtet. Genau auf die Minute als wir das Hotel passieren geht ca. 50 m neben uns auf einem Schwimmfloß ein gewaltiges, ca. 10 Minuten andauerndes, Feuerwerk los ! Wir dachten im ersten Moment das, dies uns gilt und fanden das als super Idee von Ecker-Yachting, aber leider stellt sich heraus das eine große Hochzeitsfeier im Hotel stattfand. Aber trotzdem ein gigantische Stimmung am Ende des Törns.
Mit stark gereffter Genua und wenig Fahrt geht es lautlos in die Marina und an den 16 Stegen vorbei, zum Steg 17. Segel weggerefft, Motor an und rückwärts in die Boxengasse und röm.-kath. mit Mooring angelegt.

19.30 fest am Steg.  1422 Seemeilen  (2633 Kilometer) liegen im Kielwasser !
Anlegeschluck !

Sonntag: 11.11.12

Gerade rechtzeitig haben wir den Törn beendet, den heute bläst der vorhergesagte Wind mit bis zu 50 kn und der Wellengang auf der Adria ist gewaltig.
Um 11.00 Uhr wird die Heimreise angetreten und am 20.00 Uhr ist Waldkirchen erreicht und die Reise geht unfallfrei zu

ENDE

   

 

Törnroute   Alanya-Pula

Törnroute:   Alanya - Pula

 

One-Way - Törn  Türkei 2009

 

One-Way,  Göcek – Marmaris

Ankunft am Flughafen Dalaman bei 30 °, die Crew (5 Mann), wir werden von einem Minibus des Vercharterer abgeholt und die ca. 30 km bis Göcek, den Ausgangshafen, gefahren. GÖCEK hat sich in den letzten Jahren von einem kleinem Fischerdorf zu einem der beliebtesten Ausgangshäfen mit inzwischen 8 Marinas gemausert. Samstagmittag angekommen übernahmen wir die Segelyacht, eine Sun Odyssey 51, mit 5 Doppelkabinen, 3 WC`s, gut ausgestattete Pantry und Navigationsecke mit allerdings einem GPS aus den Anfängerjahren der Satelitten - Navigation.

Ein Teil der Crew besorgte im Supermarkt die kulinarische Grundausstattung und die obligatorischen Getränke damit man die Woche gut übersteht.

Nach Erledigung der Formalitäten beim Vercharterer, wie z.B. Check-In, Kautionshinterlegung und Bezahlung des Transitlogs (95,- EUR) und Transfer (40.- EUR), wurde der Crew das Schiff nahegebracht und die Sicherheitseinweisung durchgeführt. (Seeventile, Feuerlöscher, Seenotsignalmittel, Funk, Schwimmwesten usw.)

Am Sonntag, nach einer kurzen Creweinweisung, legte der Tagesskipper in Göcek ab und wir fuhren zuerst unter Motor in den Göcek - Körfezi das eine weitverzweigte Bucht ist, in der man selbst eine ganze Woche verbringen könnte. Die ganze Gegend ist wunderschön, alles bewaldet, bergig und es gibt unzählige geschützte Buchten.

Da ich als Skipper froh wäre, wenn ich selbst mal über Bord gehen sollte und mich jemand von der Crew rausfischen könnte, ließ ich gleich mal für jeden ein "Mann über Bord" Manöver fahren, damit jeder mal sieht wie man eine Yacht wieder zu dem über Bord gegangenen hin manövriert.
Der Wind frischte auf, es wurden die Segel gesetzt und wir kreuzten ca. 25 Seemeilen nach Südosten zu der Insel GEMILER, die eine Museum-Insel ist und dort viele Antike Ausgrabungen zu sehen sind.
Kaum angekommen, wurden wir schon umkreist von den türkischen Kleinhändler, die vom Langnese-Eis über Lebensmittel und Souvenir alles anboten, natürlich zu überhöhten Preisen. Ein junger Türke half uns die Landleine zu übernehmen für 5.-EUR.
Landleinen dürfen in der Türkei nicht mehr an Bäumen befestigt werden, darauf stehen saftige Strafen.
Der Abend klang mit einem schönem Abendessen an Bord und einer Flasche Rotwein aus und es wurde eine ruhige Nacht. Die Nachtwache wurde im eineinhalb Stunden Rhythmus durchgeführt und jeder hat in der Vollmondnacht seinen eigenen Träumen nachgehängt.

Der Montag begann mit einem opulenten Frühstück (Spiegeleier mit Schinken) und um 10.00 Uhr ging die 70 m Ankerkette auf. Der Kurs ging zum 3 Seemeilen entfernten, weltbekannten OLÜ DENIZ, was im türkischen soviel wie totes Meer heißt. In jedem Prospekt von der Türkei ist ein Foto der wunderschön, wie ein See, umsäumt von einem weißen Sandstrand und der dahinterliegende 2000 m hohe Berg, gelegenen Bucht. Allerdings ist diese Bucht für Segler- und Motorboote gesperrt. Wir segelten vorbei und der Kurs wurde abgesetzt nach KAPI im Göcek-Körfezi. Nach einem schönem Segeltag erreichten wir um 17.00 Uhr bei 4-5 Bft die geschützte Bucht von KAPI und legten bei Mehmet an seinem primitiven Holzsteg, allerdings mit Muringleinen, an. Alle Anlegeplätze waren voll belegt. Zum Abendessen bestellten wir einen Tisch, die direkt am Wasser  stehen. Allerdings waren wir entäuscht von dem was wir vorgesetzt bekamen, wenig, zäh, teuer. Schade, den bei den letzten Besuchen war die Crew sehr zufrieden, auch die Freundlichkeit hat sehr nachgelassen. Nach dem Abendessen dann das Highlight, im Finstern gingen wir auf einem Aussichtspunkt, Rotwein dabei, Kerzen und beste Zigarren. Wir genossen den Ausblick auf die Bucht im fahlen Vollmond Licht und die super Stimmung.

Der Dienstag war dann ein super Segeltag, denn bei 5 - 6 Windstärken, lief die Yacht hoch am Wind bis zu 8 Knoten und das den ganzen Tag. Nach 35 Seemeilen erreichten wir die Bucht von EKINCIK auf 36°49,9`N und 028°33,9`E. Am "My Marina" Kai können bis zu 50 Yachten an Murings anlegen. Der neugestaltete Kai ist mit viel Liebe zum Detail errichtet worden und strahlt mondänes Flair aus. Strom, Wasser, Duschen und ein kleiner Mini-Market sind vorhanden. In der parkähnlichen, friedlichen Anlage liegt das Terrassenrestaurant mit Bar etwas oberhalb von wo man einen fantastischen Blick über die Bucht hat. Das Restaurant ist eines der besten der ganzen türkischen Küste und dementsprechenden Preise, ist aber das Geld wert.Ich kann leider nicht mitgehen zum Essen, den ich hab einen Sonnenstich abbekommen und lieg mit Schüttelfrost in der Koje !


Am Mittwoch ging der Kurs nach CIFTLIK LIMANI auf 36°43,0`N und 028°14,3`E  wo wir in einer kleinen Bucht (GEBERSKE) ankerten und Landleinen ausbrachten. Michi unser "Hochseeangler" hat uns eigentlich versprochen einen Fisch zu fangen, aber die Außenbord Kameraden machten einen riesigen Bogen um seinen Haken. Mehr Erfolg hat der Wolfi, kaum den Angelhaken reingeschissen schon biss ein nicht gerade schöner, aber großer Fisch an. Innerhalb kurzer Zeit bissen so 4 Fische an, aber keiner kannte diese Fische und es wurde gerätselt ob man diese braten könne. Gottseidank legt neben uns eine Gület an und wir fragten den türkischen Käpt`n. Ein Lächeln legte sich in sein Gesicht als er diesen Fisch sah und riet uns besser diesen Fisch nicht zu Essen, den es ist der giftige Kugelfisch. Glück gehabt !!!

Der Donnerstag wurde zuerst zum bunkern von Lebensmittel benutzt, die wir in Ciftlik Limani auffüllen konnten und dann ging es weiter Richtung  BOZUKALE,15 Seemeilen , Kurs 330 Grad. Unter Motor fuhren wir die riesengroße Bucht an, die nur ca.10 sm von RHODOS entfernt liegt. 1 Seemeile vor der Bucht legte der Wind zu, wir setzten Segel  und halsten in der Bucht von einem Ufer zum anderen, wobei die Crew zu ihrer Hochform bei den Manövern gelangte. Gleich unterhalb der alten Festung, sehr gut gegen fast alle Winde geschüzt, hat das Buschrestaurant "ALI BABA" einen Holzsteg mit Murings. Abendessen wollten wir dort nicht, nachdem wir den Abfall hinter den primitiven Hütten gesehen haben. Einfach schade wie man sein eigenes Grundstück so versauen kann, noch dazu sehr viele Segler dort anlegen um die Festung zu besuchen !
Wir jedenfalls zauberten ein 4 -Gänge Menü zusammen, mit Vorspeise, Köfzi (Hackfleischbällchen), Schwertfisch usw., das ganze mit gutem Wein serviert.

Der letzte Tag, der Freitag bricht an. Vor Sonnenaufgang noch schnell rauf auf die Festung und diesuper Stimmung, wenn der Tag anbricht in der Ägäis, genossen. Um 07.00 Uhr legten wir fast lautlos ab und verholten zum Frühstücken das Schiff in die nördliche Ecke der Bucht, wo wir den Anker ab ließen.
Kaum war der Anker auf Grund , kam schon ein junger Türke und forderte uns auf diesen Platz wieder zu verlassen, den es geht nicht, vorher bei der Konkurrenz anzulegen und anschließend einen anderen Platz auf zu suchen !  Ich hab immer gemeint das Meer ist für jedermann da und man kann ankern wo man will, außer bei Ankerverbot natürlich ? Da wir uns nicht einschüchtern ließen, wurde dieser sehr agressiv und ließ uns keine Ruhe mehr, fuhr unter anderen, als Michi im Wasser beim baden war, mit Vollgas ca. 1 m am Schiff vorbei und umkreiste laufend das Schiff. Um es auf keine Konfrontation anzulegen, beschlossen wir, Anker auf und ab.

Der Kurs wurde abgesetzt nach MARMARIS , ca.30 Seemeilen, zwischendurch in KUMLUBÜK ein Badestopp eingelegt und weiter ging es in die Bucht von MARMARIS, wo wir unter Segel an der schön gelegenen Altstadt  vorbeisegelten und anschließend in der PUPA- MARINA, die ca. 2 Seemeilen östlich ,wunderschön gelegen, anlegten und den Törn dort beendeten.

Der Check-Out lief problemlos, die Kaution wurde zurück gegeben und nach einer weiteren Übernachtung an Bord ging es am Samstag abend wieder zurück mit dem Flugzeug nach München.
Die ganze Woche sehr warm, zwischen 25 und 30°, Wassertemperatur 25°, teilweise guter Segelwind und sehr schönes, abwechslungsreiches Segelrevier.

 

 

Liparische Inseln 2009

 

 

Am Sonntagmorgen wird der Einkauf erledigt und gegen Mittag legen wir in der von Kanälen durchzogenen und von Palmen gesäumten Marina ab und legen einen direkten Nordkurs an auf die Insel Vulcano die ca. 20 sm entfernt ist. Das Wetter ist sonnig, Wind aus NW und wir segeln auf einem schönen Amwind-Kurs nach Vulcano. Von weitem schlägt einem schon der Schwefelgeruch des Vulkans entgegen. Wir legen im nördlichen Teil der Insel in Porto-Levante an einem Schwimmsteg mit Wasser und Strom an, der noch in keinem Hafenführer verzeichnet ist. Liegeplatzgebühr 50,- EUR. An dem 100 m entfernten Fähranleger legten die verschiedenen Fähren im 10 Minuten Takt an und ab und verursachten einen unangenehmen Schwell.
In der Nacht zogen einige Gewitter über uns und am Morgen schien wieder die Sonne. Um 08.00 Uhr machten wir ( Willy, Alex, Tom und Raimund) uns auf, den Krater des Vulcano zu besteigen. Nach 460 Höhenmeter erreichten wir nach gut einer Stunde den Kraterrand, wo es überall aus den Löchern dampfte und den unangenehmen Schwefegeruch verbreitet. Ein unvergessliches Erlebniss wenn man da oben steht und die ganzen Liparischen Inseln überblickt. 
Die Liparischen oder auch Äolischen Inseln bestehen aus ca. 20 Inseln und Inselchen die aber nur von 7 Inseln bewohnt sind. Vulcano, Lipari, Salina, Panarea, Stromboli, Alicudi und Filicudi.
Die Inseln bieten wenig Schutz vor Winden, wenig geschützte Ankerplätze und eigentlich nur 2 geschützte Häfen in Lipari und Salina. Die Tiefen rund um die Inseln sind gewaltig, es geht wenige Meter von der Insel gleich auf 100 Meter und mehr ab, so das Ankern fast überall unmöglich wird.

Gegen Mittag wurde abgelegt, Tagesskipper: Norbert, Segel gesetzt und Kurs auf Salina abgesetzt. Bei näherkommen der Insel zogen Wolken auf und wurden immer grauer und hinter der Insel sah man schon die Regenstriche näherkommen. Wir wollten gerade in einem kleinen Dorf auf Salina anlegen und wir uns entschlossen haben doch nach Salina Stadt zu fahren, da dieser Hafen doch relativ ungeschützt ist, entwickelt sich vor uns ein Tornado mit seinem Rüssel der eine Wasserfontäne aufsaugte und sehr bedrohlich ausschaute. Wir legten sofort Ruder, bargen die Segel und machten das Schiff sturmklar. Nachdem wir den Tornado (Wasserhose oder Thrombe) eine halbe Stunde beobachtet und das Schauspiel gespannt verfolgt haben, löste sich der Wasserrüssel wieder auf und verschwand.
Im geschützten Hafen von SALINA auf der Ostseite der Insel angekommen, wo wir röm.-kath. anlegten mit Muringleinen, kochte der Smutje (Willy) Schweinefilet mit Bratkartoffeln und Tomatensalat und einen guten Rotwein dazu. Der Abend klang schön aus, auch wenn es in der Nacht regnete.
Am nächsten Morgen, Dienstag, besuchten wir zuerst die runtergekommenen Sanitäranlagen, machten noch ein paar Lebensmittel Einkäufe in dem schönen Ort Salina.
Am Dienstag sollte der Höhepunkt der Reise kommen, die Besteigung des STROMBOLI !

Am Vormittag brachen wir bei schönem Wetter auf zu der 25 Seemeilen entfernten Vulkaninsel. Der STROMBOLI ist der einzige dauernd aktive Vulkan Europas. Alle 15 - 30 Minuten stößt er eine gewaltige Gaswolke und Lava aus. Mit 1000 Höhenmeter ist er von weitem zu sehen und steht wie ein gewaltiger Monolith im Meer das bis zu 2000 Meter abfällt.
Auf den Weg dorthin legten wir noch Kurs auf die Prominenten - Insel PANAREA wo wir im Süden der Insel in einer wunderschönen, geschützten von hohen Vulkanfelsen umgebenen Bucht auf 5 m Wassertiefe ankerten und einen Badestopp einlegten. Aber die Freude dauerte nicht lange, den kurz darauf kam mit einem Speedboot die GUARDIA-CIVIL(Küstenwache) und legte uns ans Herz sofort abzulegen, den wir befinden uns in einem Sperrgebiet. Das kommt davon wenn man die Seekarte nicht genau liest !  Später erfuhren wir das die Strafen sehr drakonisch sein können, zwischen 250,- und 1000,- EUR !  Glück gehabt !

Also weiter zum STROMBOLI, an der Westseite fuhren wir in gehörigen Abstand an der "Sciara del Fuoco" der Schneise des Feuers  vorbei, wo die Gesteine und Lava vom Kraterrand ins Meer stürzen.  In STROMBOLI legten wir uns an eine maroden Muringbojen, die halb unter Wasser liegend eine Gefahr für alle Yachten sind, da diese erst im letzten Moment gesehen werden können und in die Schraube gelangen könnten und dann "Gute Nacht".  Aber in Italien geht das schon !!
Kaum hatten wir uns für den Nachtaufstieg auf den STROMBOLI fertig gemacht und wir mit dem Dinghi (Beiboot) übersetzen, und uns auf den 6 - 7 stündigen Auf-und Abstieg begeben wollten, kam ein Einheimischer mit dem Boot  und warnte uns vor starkem Wind bis zu 40 Knoten (Sturmstärke).
Also, nichts mit dem STROMBOLI, schade aber Sicherheit geht vor. Da wir vollkommen ungeschützt hier liegen und der Wellengang schon sehr unangenehm ist, beschlossen wir nach SALINA zurück zu segeln. In einem schönen Halbwindkurs bei 20 Knoten Wind erreichten wir die Marina von SALINA um 21.00 Uhr nachts und bekamen den letzten freien Liegeplatz am Ende des Molenkopfes. Die Nacht war sehr unruhig durch den starken Schwell.  Liegeplatzgebühr 90,- EUR. Abendessen in Restaurant in SALINA, wenig aber dafür teuer !

Mittwoch, Wind aus Südost mit 30 Knoten (Bft.6-7) Wellenhöhe ca. 2 Meter. Wir setzen Kurs auf die ca. 15 Seemeilen entfernte und wenig besuchte Insel FILICUDI ab. Die Segel werden dementsprechend gerefft und in einem Raumschot-Kurs geht es mit nur einer Halse nach FILICUDI.
In FILICUDI gibt es laut Hafenführer 2 kleine Anlegemöglichkeiten, einer im östlichen Teil der auch für Fähren vorgesehen ist und einer im südwestlichen Teil, der angeblich von Fähren nicht mehr angefahren wird. Da im östlichen Teil der Wind voll hineinsteht steht, ist dieser für uns nicht geeignet. Also rüber nach "Peccorinni di Mare" zum kleineren Anleger, wo wir in der Leeseite längseits anlegen, das Schiff gut abfendern, Vor -und Achterleine, Vor- und Achterspring legen da etwas Schwell steht aber das Schiff weich in die Leinen fällt. Einheimische machen uns wieder aufmerksam das in der Nacht der Wind wieder Sturmstärke erreichen kann.
Wir machen uns auf eine heiße Nacht gefasst, bereiten schon das Schiff auf eine Nachtfahrt vor, legen die Leinen an Land auf Slip und teilen die Wache ein im 1 Stunden Takt. Der Wind dreht leicht rück von 120° auf 100° und bewegt sich um die 20 - 25 Knoten. Bis 3 Uhr früh waren die Stampfbewegungen des Schiffes sehr weich, so das man schlafen konnte.Ich übernahm gerade die Wache als innerhalb 5 Minuten die Stampfbewegungen so ruckartig wurden durch den Wellengang, das die Gefahr bestand, das dieYacht an der Kaimauer zerschlagen würde. Auf das Kommando "Alle Mann an Deck", Ölzeug an, Lifebelt und Schwimmweste, legten wir um 03,15 Uhr unter erschwerten Bedingungen im finsteren ab.
In der Hoffnung in der Leeseite der Insel den Wind bis zum Tagesanbruch abwettern zu können fuhren wir unter Motor bei 40 Knoten Wind und Wellen wie ich sie bis dahin noch nie gehabt habe auf die Südseite der Insel. Alex und Thomas am Kartenplotter sagten mir den Kurs an, aber bei diesem Wellengang und Wind die Küste bei stockfinsterer Nacht anzusteuern, wäre zu gefährlich gewesen.
Ich steuerte bei Ohrenbetäubenden Lärm das Leuchfeuer an, das das Westliche Kap der Insel befeuerte.Auf einmal sah ich schemenhaft eine Felsnadel auf unseren Kurs, sofort Ruder gelegt und genügend Abstand zwischen uns und dem Felsen gebracht. Im Kartenplotter war der Felsen nicht gekennzeichnet ! Von nun ab hielt ich Kurs auf SALINA zu, gegenan Wind und Wellen. Der Windanzeiger zeigt 46 Knoten (Bft.9) !  Wellenhöhe ca. 6 Meter, Fahrt über Grund nur noch max.2 Knoten. Bei jeder Welle kommt jede Menge Wasser über und wir sind alle klatschnass. Unter Deck hält es schon lange keiner mehr aus. Der überwiegende Teil der Besatzung füttert kräftig die Fische und kann auch nicht mehr am Bordleben teilnehmen. Tom steht volle 4 Stunden am Ruder und leistet Höchstarbeit, Respekt !
Langsam bricht der Tag an und wir haben FILICUDI immer noch nicht passiert, aber es geht langsam aber sicher voran und gegen 10.00 Uhr erreichen wir bereits zum drittenmal den sicheren Hafen von SALINA. Anlegen und erst mal schlafen  !  Am nachmittag alles zum trocknen aufgehängt und das Schiff vom Salz mit genügend Süßwasser klar Schiff gemacht. Abends Nudeln mit allem Drum und Dran und die Mannschaft lacht schon wieder !

Freitag, letzter Tag, Mit einem Schlag auf direktem Kurs an LIPARI un VULCANO vorbei nach SIZILIEN zur Marina-PORTOROSA ca. 35 Seemeilen. Das Wetter sonnig, nur über Sizilien sind dunkle, schwere Regenwolken, wie bereits die ganze Woche schon.
Um 13.00 Uhr laufen wir ein, tanken und gehen dann an achteraus zwischen Dalben an unseren Liegeplatz.  Abends wieder Rinderfilet mit verschiedenen Beilagen am Schiff.
Gegen  19.00 Uhr wird Check-Out gemacht. Dauert fast 2  Stunden !

Am Samstag Rückfahrt über die Ringautobahn an Messina und Taormina vorbei nach Catania zum Flugplatz. Einen Tag vorher wäre dies nicht möglich gewesen, da die Autobahn über mehrere Kilometer total verschüttet, durch schwere Murenabgänge, die die Starken Wolkenbruchartigen Regenfälle auf Sizilien verursacht haben. Wieder Glück gehabt !
Irgendwie passt der Abschluß zu dem ganzen Törn, am Flugplatz in München kam kein Gepäckstück der Crew an und so fuhren wir mit kleinem Handgepäck nach Hause.